Das Resümee
Meine Fahrrad km inkl. Verfahren, Fahrt zum Bahnhof etc.
April 2013
Donaueschingen - Passau 622 km
Mai 2016
Passau - Budapest 712 km
Juni 2017
Budapest - Vidin 977 km
Mai/Juni 2018
Vidin - Delta Schwarzes Meer ca. 900 km
Die ungarische Donau bot das bekannte Gesicht; man sieht sie leider zu selten. Wie von der Grenze zur Slowakei bis Komarom im letzten Jahr, so hat auch in diesem Jahr die Tourenführung wenig auf die Reize der Donau blicken lassen. Budapest ist da natürlich fantastisch.
Ich war zwar häufig nah dran, doch waren fast immer die Auenwälder als Trenngürtel und Sichtbarriere dazwischen.
Auch in Kroatien bekommt man die Donau nicht sehr häufig zu sehen. Vor Novi Sad und durch Novi Sad hindurch dagegen bekommt man dafür umso mehr tolle Eindrücke mit Donau satt😁.
Serbien gestaltet sich anfangs ähnlich aber vor Belgrad und erst recht danach (besonders bei gutem Wetter) hat man die Donau fast unablässig zu nahezu 100% im Blick.
Mein persönlicher Höhepunkt der diesjährigen Reise ganz klar angefangen am letzten Freitag mit dem Abschnitt von Srebrno Jezero nach Donji Milanovac, was nur noch gesteigert werden konnte durch den darauf folgenden Samstag mit dem Donaudurchbruch, der engsten Stelle und Decebalus Rex auf dem Weg von Donji Milanovac nach Negotin.
Der Donaudurchbruch trotz der massiven Steigungen einer der Top 3 für mich von der ganzen bisher gefahrenen Donaustrecke,
Man stellt auch fest, je weiter man Richtung Osten kommt, wie sich auch das einfache Leben und die Umstände/Bedingungen verändern.
Serbien ausgenommen als Beitrittskandidat, sind alle anderen Länder EU Länder.
Ein persönlicher Reiz liegt für mich auch darin, neue Erfahrungen zu machen, und das alltägliche Leben in anderen Ländern kennenzulernen.
Es war auch wieder eine Reise sich selbst neu kennenzulernen, neue Grenzerfahrungen zu machen. Insbesondere physische Grenzerfahrungen 😂. Aber ich habe jeden Radkilometer, jedes Schlagloch, jeden unbefestigten Weg, jeden Höhenmeter trotz des ein oder anderen Fluchens genossen 😊.
Und besonders positiv zu erwähnen.
Die Knie haben mitgemacht. Kaum Schmerzen. Die psychologische Unterstützung (ich hatte Kinesio Tape dabei und hatte durch Frau Gorny vom Schledehauser Therapiezentrum gezeigt bekommen, wie man es fachgerecht anlegt) hat da sicherlich einen wesentlichen Beitrag geleistet.
Es ist auch die Zeit viele neue Menschen, Gesichter, Situationen zu erleben, kennenzulernen, wenn auch häufig nur flüchtig, aber dennoch intensiv in dem jeweiligen Moment.
Insbesonders die diese Mal recht kleine, aber vielleicht gerade deswegen sehr eingeschworene Gemeinschaft der Donauradler (die Mehrheit davon Einzelfahrer und männlich 😉), war dauerhaft miteinander verbunden, auch ohne sich zu unterhalten, oder gemeinsam zu fahren.
Und dann natürlich der Kern: das Rad und man selbst. Das abgedroschene, aber dennoch so zutreffende "der Weg ist das Ziel", das bedeutet einen kurzen Moment (in diesem Fall 9 Fahrradtage) fast absolute Freiheit 😁😁.
Ein großer Luxus und ein großes Geschenk.
Dafür, und nicht nur dafür, bin ich meinen Liebsten außerordentlich dankbar. Auch dafür, dass sie mich wieder haben ziehen lassen. 😘❤️
Bedanken möchte ich mich auch bei ein paar der flüchtigen Momente, Bekanntschaften.
So bei Sania aus Belgrad, dem Schaffner auf dem Weg von Craiova nach Bukarest, Frau Popovics aus Donji Milanovac, dem super freundlichen und immer hilfsbereiten Hotelpersonal vom Crystal Palace Bukarest und bei Catalina sowie dem Team von Spokes.
Natürlich möchte ich mich auch bei den interessierten Lesern bedanken.
Aktuell insgesamt um die 900 Seitenaufrufe sind eine beachtliche Zahl, bedenkt man den begrenzten Kreis der Eingeweihten 😉. Schaffen wir die 1000 noch bis zum Ende der Woche?
Hiermit möchte ich jetzt schließen und Alexander von Humboldt zitieren:
"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben."
Nächstes Jahr gibt es eine Fortsetzung. Und wahrscheinlich auch eine Fortsetzung des Blogs.
Über Feedback, Kommentare zu meinem experimental blog, ob persönlich, per Email oder WhatsApp würde ich mich sehr freuen.
Bis dahin.
Stefan