Um 9.00 Uhr mit dem Taxi zu Spokes, dem Bikeshop. 9.20 Uhr pünktlich da. Großraumtaxi ist schon vor Ort, und Catalina kommt auch pünktlich. Dann das Fahrrad. Super verpackt. Wie nicht anders zu erwarten, ein riesengroßer Karton.
Mein Aufgabegepäck passt noch rein und mit 3 Leuten hieven wir das verpackte Rad in das Taxi.
Constantin, der Fahrer ist sehr interessiert. Dauernd klingelt sein Handy. Sehr beschäftigt, der Gute. Er ist Unternehmer. Macht auch in Immobilien. Nächstes mal soll ich von ihm ein Appartment in der Innenstadt mieten. Guter Preis. Wieder das Telefon. Er ist aufgebracht. Irgend etwas mit Girls und Dubai. Ich denke mir meinen Teil🤔.
Am Flughafen angekommen packen wir den Karton hochkant auf einen Gepäckwagen und los geht es.
Ich taste mich (ohne Wagen) vor. Wo kann ich oversize Gepäck aufgeben, frage ich am ersten Wizz Air Schalter. Da drüben wird mir zugewiesen. Dann fahre ich vor. Wenn ich selbst nicht damit beschäftigt gewesen wäre, den Gepäckwagen zu kontrollieren, hätte ich ein Foto machen müssen. Der Gesichtsausdruck des Wizz Air Mitarbeiters war es wert. 😁
Was ist das denn? Fahrrad. Kann nicht sein, sagt er. Doch, beteuere ich, und schiebe noch ein, wie von Wizz Air gefordert, hinterher.
So etwas hätte er ja noch nie gesehen, welches Flugzeug soll das denn mitnehmen.

Nachdem mein Betreten des Flughafens, oder besser gesagt, das Erscheinen vom verpackten Globetrotter schon für Aufsehen gesorgt hatte, werden wir, Globi und ich, langsam zu Celebrities. Immer mehr Leute versammeln sich. Muss spannend sein.
Inzwischen sind 2 weitere Wizz Air Mitarbeiter dazu gekommen. Wir suchen nach Lösungen. Ein Mitarbeiter kramt auf der Wizz Air Website die max. Abmessungen raus. Ja, ich gebe mich geschlagen, und nu?
Ich ergreife die Flucht nach vorne. Fange an, den Karton zu öffnen. Hole erst das Aufgabegepäck raus und dann Globi. Das hilft. Der Schrecken aus den Gesichtern der Wizz Air Mitarbeiter schwindet. 🤗
Ich schlage vor, das Fahrrad Einstretchen zu lassen. Globetrotter ist nicht begeistert, aber hilft ja nichts. Vorschlag angenommen. Ich gehe zur nächsten Station zum Einstretchen. Der gute Herr an Station 1 ruft sogleich seinen Kollegen von Station 2 zu Hilfe. Einstretchen? Ja. Auch das Fahrrad? Insbesondere das Fahrrad. Fahrrad kostet 90 Lei, versucht er mich noch vom Gegenteil zu überzeugen. Ich bleibe dabei. Einige interessierte Zuschauer sind uns gefolgt. Darunter auch ein älteres Ehepaar aus Süddeutschland. Am 23.5. in Belgrad gestartet, sind Sie am Dienstag von Tulcea aus mit dem Zug nach Bukarest gefahren. Freitag fliegen sie zurück, und wollten mal sehen, wie so etwas abläuft. Ja, da sind wir genau das richtige Anschauungsmaterial.
Sie helfen beim Tragen und lassen uns nicht aus den Augen😉.
Eingestretcht stehen wir wieder am Schalter. Der Wizz Air Mitarbeiter ist glücklich, ich bin es auch.
Nun muss der Karton noch entsorgt werden. Security wird informiert. Die informiert Facility Management. Ein Security Mitarbeiter bleibt beim Karton. Auch ich darf nicht weggehen. Eine Dame von der Reinigungsabteilung kommt und zieht fluchend den Karton hinter sich her. Der🖒 des Security Mitarbeiters bedeutet, ich darf zur Sicherheitskontrolle. Die Süddeutschen verabschieden sich. Der Rest läuft unspektakulär ab.
Stau auf der A1. Verspätet kommen wir Zuhause an.
Heute Abend dann das Resümee.
Versprochen. 😉

