Dienstag, 13. Juni 2017

Gestern ein entspannter Vormittag. Der Zug nach Craiova fuhr erst um 12.35 Uhr. Entsprechend ruhig habe ich es angehen lassen. Nach dem Frühstück bin ich noch einmal zur Donau gegangen. Ich gebe es zu, ich habe mich etwas verliebt😶.

Danach noch unbedingt Geld umtauschen. Ich hatte noch reichlich Serbische Dinar.
Warum? Wird später noch eine Rolle spielen. Darum kurz off-topic.
Am letzten Freitag stellte ich fest, dass mit meiner VISA, mit der ich weltweit kostenlos Bargeld abheben kann, Ende Mai 2 mal kleinere Einkäufe in Brasilien getätigt wurden. Da ich zu dem Zeitpunkt nicht in Brasilien war, schlichtweg Kartenmissbrauch. Bevor die großen Beträge abgebucht werden, schnell Handeln. Also erst einmal im großen Stile Bargeld abheben (in dem Fall Dinar), kann ich dann in Bulgarien und Rumänien umtauschen. Dann die Karte sperren, Missbrauch melden. Gesagt, getan.
Ein Drittel der Dinar hatte ich in Bulgarien in RON (Lei, rumänische Währung umgetauscht). Den Rest wollte ich dann später in Rumänien tauschen.
In Bulgarien musste ich Sonntag schon Lev, die Landeswährung, am Automaten mit der gebührenpflichtigen Mastercard ziehen, da die Wechselstube geschlossen hatte.

Nun Geld umgetauscht. Zurück zum Hotel, Sachen gepackt, ausgecheckt, und Abschiedsfoto.


Auf zum Bahnhof.


Dann die große Frage? Wie läuft es mit dem Zug. Gepäck ab. Türen kaputt? Aufzüge in Craiova? Nein, in der Hinsicht alles relaxt. Der Regionalexpress erinnerte mich stark an die Westfalenbahn.


Pünktlich los, sollten wir nach knapp 4h Fahrzeit in Craiova ankommen. Was mir 30 min. lässt, um Bahnsteig zu finden, und Fahrradticket zu kaufen, welches ich für den Interregio von Craiova nach Bukarest brauche.

Bei der Landschaft, die an mir vorbeizieht, wird mir schnell klar, ich muss im nächsten Jahr bis Ion Corvin auf bulgarischer Seite fahren. Allen Höhenmetern und Steigungen zum Trotz. Diese eintönige Landschaft mit einem Weizenfeld nach dem nächsten, dass will ich nicht tagelang sehen. Zu öde. Auch wenn es schön flach ist.



Und auch ansonsten noch trostloser als in Serbien. Bulgarien nach nur einem Tag kann ich mir kein Urteil erlauben.



Beides Bahnhöfe/Haltestellen.

Nun, wir kamen mit 28 min. Verspätung an. Ich hatte schon alle Optionen durchgespielt. Aber Aufgeben gilt nicht. Also raus aus dem Zug. Über mir sehe ich die Ankündigung des Zuges nach Bukarest. Ich zum Schaffner, ob das mein Zug ist. Nein. Andere Seite. Ich bin misstrauisch. Renne aber erst einmal los. Andere Seite ist nichts. Ich wieder zurück. Unser Zug bestand ab Rumänien aus 2 Teilen. Evtl. Zugteilung? Ich renne zum anderen Zugende. Bukarest. Nein, Pitesti meint ein Mitreisender. Dann ein Bahnmitarbeiter, der an der Elektronik schraubt, Da, da. Bukarest. Eine Frau beschwert sich, dass ich alles im normalen Personenabteil blockiere. Also noch einmal raus, einen Wagon weiter. Und da bin ich, aber immer noch etwas unsicher, im richtigen Zug zu sein.


Wir fahren mit 35 min. Verspätung los. Der Schaffner kontrolliert. Fahrradkarte? Ich will bezahlen, er deutet an, ich soll noch warten. Er kontrolliert weiter.
Später kommt er noch einmal durch und zwinkert mir verschwörerisch zu. Also keine Fahrradkarte. 😉
Es kommen noch 15 min. Verspätung mehr dazu. Kurz vor 22.00 Uhr erreichen wir Bukarest.



Dann mit Rad und Gepäck unter Zuhilfenahme Google Maps auf zum Hotel. Schnellste Route (Auto), ist klar. Als ich die Auffahrt zur Autobahn nehme, weiß ich nicht, ob das eine gute Idee ist. Aber wenn Google Maps das meint. War aber nur die Auffahrt zum Zubringer😁 und ich bleibe auf der Schnellstraße. Letztendlich nach viel hin und her, aber äußerst angenehmen Autofahrern, komme ich um 22.30 Uhr im Hotel an😧.

Heute morgen nach dem Frühstück dann los zu Spokes.m, dem Fahrradladen. Ganz anderes Gefühl, mal ohne Gepäck zu fahren. Am Tage geht es deutlich besser; auch für Google Maps scheint es einfacher zu gehen. Rad abgegeben. Mittwoch 9.20 Uhr soll ich da sein. Bezahlen und der Globetrotter, das Gepäck und ich werden zum Flughafen chauffiert.

Danach gehe ich durch Bukarest. Ich bin positiv überrascht. Ich hätte eine Stalinistische Grau in Grau Stadt erwartet. Weit gefehlt. Sehr viel Grün, Alleen, kleine und große Parks, viele Cafes. Echt schön. Gut, den Vergleich mit Budapest hält es nun nicht Stand, aber Bukarest schlägt Belgrad aus meiner Sicht deutlich. Auch preislich 😂, da ist es schon locker auf Budapester Niveau.
Ja, da sieht man aber auch, wo das Geld bleibt. Auf dem Lande fast schon indische Verhältnisse, aber im Zentrum wird sehr wohl viel getan. 🤔




P.S  in einer Hinsicht ist Bukarest aber ganz, ganz weit vorne. Also, die können Münster im direkten Vergleich Fahrradfreundlichkeit locker Konkurrenz machen. Besonders, wenn man bedenkt, das Bukarest mit über 1,8 Mio. Einwohnern die 6. größte Stadt der EU ist.
Und als Fußgänger kommt man auch nicht zu kurz.

Nun zurück zum Geld. Die 2/3 Dinar wollten noch getauscht werden. Was soll ich sagen. Keine Chance, keine Wechselstube, keine Bank wollte mir den Dinar wechseln🤤. Ein Mann in einer Wechselstube erbarmte sich und bot mir 60% des aktuellen Wertes an. Ich lehnte dankend ab.
Was lerne ich daraus. Augen auf bei der Währungswahl, die man weiter verflüssigen will.
Also, hoffen, das der Kurs halbwegs stabil bleibt und ich nächstes Jahr in Vidin alles tauschen kann.
Es sei denn, von Euch hat jemand Bedarf. Sie/er kann sich gerne melden.

Morgen Abend oder spätestens am Donnerstag 😉:

Das großes Finale

Wie läuft der Flug ab? Kommt Globi mit? Was passiert sonst noch Unerwartetes?

Schließlich das Resümee!!!

Nicht verpassen. Bitte wieder reinschauen.

Bis dann. Stefan 😀