Vor dem Anfang steht das Ende. Also Abschied nehmen von meiner Mohacs Unterkunft.
Schon früh morgens ist es gut warm. Gestärkt geht es um 8.30 Uhr los. Wasserversorgung ist gesichert. Hatte gestern noch 2 x 2 Liter Wasser gekauft. Bin von 1,5 Liter ausgegangen 🤔. Jetzt weiß ich auch, warum das Gepäck so schwer war😉.
Nach ca. 20 km erreiche ich Udvar.
Die Grenzstation zu Kroatien. Beides EU Länder, aber Ungarn hat Zaun und Stacheldraht stehen. Nach kurzer Befragung durfte der EU Bürger von dem einen EU Land in das andere EU Land reisen.
Auf kroatischer Seite kein Zöllner, keine Polizei.
So ging es dann auf kroatischem Boden weiter. Im ersten Dorf weist mich ein freundlicher Dorfbewohner darauf hin, dass ich wohl in die falsche Richtung fahre. Ein guter und wichtiger Hinweis. Ein paar km weiter war ich auch falsch unterwegs, was ich mit Hilfe von Google Maps und Radreiseführer dann selbst herausfand.
Im Reiseführer war nun ein schwarzer Pfeil in Fahrtrichtung abgebildet. Das lässt mich immer etwas nervös werden. Geradezu panisch werde ich, wenn der Pfeil auch noch in Fett hinterlegt ist 😨. Entgegen gesetzt der Fahrtrichtung ruft es bei mir aber immer Entzücken hervor 😁.
Erklärung ganz einfach. > heißt Steigung, Und in Fett bedeutet es extreme Steigung. < entsprechend Gefälle.
Soviel zur Erklärung. Nun dieser >. Entschlossen ging ich den Aufstieg an. Wohl zu ambitioniert. Hatte nicht mit einer Länge von mehr als 1 km gerechnet. Ende vom Lied, wenn Du zu Fuß schneller bist, als mit dem Rad, kannst Du auch schieben. Ist mir schon ewig nicht mehr passiert😭, aber die 130 kg Gesamtgepäck waren zu viel.
Oben dann eine wunderbare Aussicht und Fahrt durch Weinberge.
Dann die Abfahrt. Kopfsteinpflaster Und somit mit angezogenen Bremsen. Pech gehabt.
Weiter durch nun kroatische Dörfer. Die Donau gab es kaum zu sehen.
Kurz vor dem geplanten Mittagsbreak musste ich noch einmal anhalten, um meine Fahrradtaschen zu richten. Seitdem die Mitteltasche (auf dem Gepäckträger) neu dabei ist, wird sabotiert 😕.
Alles vorläufig erledigt, stelle ich fest, dass meine Polar eine Fehlermeldung gibt. Alle bisherigen Daten verloren😠. Also Neustart. Beim Mittagessen bemerke ich, dass keine Herzfrequenz angezeigt wird. Batterie austauschen. Mit einer weiteren Aufzeichnung geht es auf die letzte Etappe des heutigen Tages. Über Osijek ( und ein Fluss 😀),
ist aber die Drau und nicht die Donau, geht es weiter über Dörfer, immer wieder dem Wind entgegen 😧.
Auf einmal eine neue Herausforderung.
Und schön mit Gelassenheit und den richtigen Gängen bei konstanter Trittfrequenz habe ich den Berg gemeistert 🏆. Das war mein persönliches Tageshighlight.
Noch mehr Dörfer, weiterhin Gegenwind und fast 7 Liter Flüssigkeit später (ja die 2×2 Liter waren weg und ich musste noch nachkaufen), war ich in Vukova. Noch ein kleiner Aufreger mit lautstarken Beleidigungen in Richtung eines jungen kroatischen Autofahrers, der mich als Linksabbieger von links überholte, um rechts abzubiegen, und ich war am Ziel.
Morgen geht es zur Apotheke (Autan kaufen), und Wasservorrat aufbauen beim Supermarkt.
Dann nach Novi Sad (Serbien). Ca. 88 km, aber ein paar Steigungen. 😣
Den ersten Teil der Strecke, Mohacs-Kölked-Udvar-Dubosevica-Draz-Batina-Zmajevac-Knezevi Vinogradi (sah nett aus)-halbe Strecke nach Grabovac könnt Ihr anhand des Screenshots verfolgen. Ca. 56 km.
Dann Teil 2 13 km
Und Teil 3 60 km
129 km. Das hat gereicht😐
Bis demnächst.










