Freitag, 9. Juni 2017

Eines vorab, heute war ein geiler Tag. 60 km plus an der Donau entlang in überragender Landschaft. Aber dazu später mehr.

Die DB Kundenbetreuung hat sich per E-Mail tatsächlich gemeldet, und das relativ zeitnah. Dafür erst einmal ein Lob.
Die Antwort hätte aber kürzer ausfallen können. Einfach schreiben, Lese die AGB. Denn etwas anderes wurde mir nicht mitgeteilt, gar nicht auf den Inhalt meiner E-Mail eingegangen.
Nun ja, zumindest hat man jetzt irgendwie Klarheit.
Ich also gleich morgens versucht, den Wizzair Flug zu buchen. Bis zur Zahlungsart war alles ok. Kreditkarte, klar. Dann Mastercard Securecode. Wie gut, das ich selbst das TAN Verfahren als Option gewählt hatte. Dafür natürlich eine andere Telefon Nr. ausgewählt habe, die nun zuhause ist. Ok, das wird dann jetzt nichts, da benötige ich den Support von Sabine. Also heute Abend noch einmal versuchen.

Die Kollegen in meiner Unterkunft (ich war der einzige Übernachtungsgast) baten mich gestern Abend noch, erst um 8.00 Uhr zum Frühstück zu kommen. Später Start, aber ich hatte ja gestern schon vorgefahren 😊.

Kurz vor Abfahrt, noch einmal Luft auf die Reifen gegeben, und los ging es. Ohne den Einsatz meiner Polar Uhr. Die ist leer. Das Ladekabel hin. Also nun endgültig ohne Daten und Streckenaufzeichnung. 😣

Die rote Markierung ist der Startpunkt, der blaue Punkt, mein aktueller Aufenthaltsort, das Tagesziel.

Erst einmal durch Veliko Gradiste, noch Bargeld abheben.
Der Ort ist nun wirklich nicht groß , aber ich schaffte es irgendwie, im Anschluss völlig falsch zu fahren. 🤤
Eine innere Stimme sagte mir immer, bist Du sicher, auf dem richtigen Weg zu sein. Und ich erhörte die Stimme irgendwann. Nein, natürlich war ich falsch. Google Maps musste her ( offline auch nur bedingt eine Hilfe).
Ok, neu orientiert. Jetzt aber.
Genau, nach geraumer Zeit stellte ich erneut fest, falsch gefahren zu sein.
Danach habe ich aber tatsächlich irgendwie den Anschluss an die Hauptroute wieder herstellen können 🤗.
Ca. 6 km extra Training. So daß ich am Ende auf 83 Tageskilometer kam. 😊

Im weitern Verlauf kam ich durch Golubac, bekannt durch seine Festungsanlage aus dem Mittelalter.
Ich suchte eigentlich ein Papiertaschentuch, um den Schweiß abzuwischen, und hielt den Schlüssel meines Zimmers von der letzten Übernachtung in der Hand🤔.
Also, erst einmal nach der Post gefragt  (nein, zurückfahren war keine Option).
Auf der Post dann erklärt, worum es mir geht, was relative gut klappte.
Die Dame von der Post war aber auch super kooperativ. Dann Schlüssel eingetütet und weg🖒.

Kurz nach dem Verlassen des Ortes dann die Festung.


Ab nun an bis zu meinem Ziel Donji Milanovac zwar fast immer Schnellstraße (zum Glück relativ gering befahren), aber immer die Donau im Blick. Seht selbst. Und in Natur wirkt es noch viel besser 😀.




Zu erwähnen sind noch die vielen Tunnel, die hinter Dobra begannen. Von 50 bis 250 m Länge, alles dabei. Ab 160 m wurde es richtig finster. Da ist man schön ängstlich ob der Belagsquslität, die man dann nicht mehr sieht. Und man kennt ja inzwischen die Straßenqualität generell.


Ein weiteres Erlebnis war die doch eigentlich sich aus 3 einzelnen miteinander verbindende, welche kurz hinter Lepinski Vir die Challenge des Tages bildete.


Ich kann nicht behaupten, dass die nach meinem Empfinden viel hinter der Hölle von Novi Sad nachsteht. Kürzer, denn bei 30 C war das auch nett😂😰.
Aber eine längere und geilere Abfahrt habe ich noch nie erlebt. Das war die Plackerei wert. 😁

Was war sonst noch? Eine Family aus Frankreich mit 3 Kleinkindern und 2 Rädern auf dem Weg. Respekt. Seit 2 Monaten radeln nun schon konstant.  Hatten vorher Winterquartier in Dubai. Waren mit dem Rad und zu dem Zeitpunkt mit noch 2 Kiddies davor in Iran, Türkei, der arabischen Halbinsel etc. unterwegs 🤔.
Ich erzählte Ihnen von dem Herren aus Toulouse. Von ihm hatten Sie schon gehört. Hatten in einem Hostel übernachtet, in dem er 2 Nächte zuvor war.
Ansonsten keine Radler gesehen. Gestern 2 Einzelradler entgegenkommend. Es bleiben einige Wenige.

Schön war auch noch der Weg zu meiner Unterkunft. Kurz und knackig.


Ach ja. Und dank Sabine's Hilfe bleibe ich nicht nur vom Sonnenbrand verschont, sondern habe jetzt auch mein Wizzair Ticket ab Bukarest für Mittwoch.

Mit dem Essen bin ich jetzt auch durch. Nun zurück zum Appartment Popovics.


Gute Nacht und schaut gerne alle wieder rein. Morgen schon der vorletzte Fahrradtag ☹.
Es geht Richtung Negotin und nach gestern die zweite Möglichkeit einer Zeltübernachtung.

Bis die Tage, Stefan.